Tools zum Bibellesen

ENTDECKE NEUE SEITEN – ABER WIE?!

Kennst du die Momente, in denen du gerne die Bibel lesen würdest, aber nicht weißt, wie und wo du anfangen sollst? Hier geben wir dir einige Tipps, um deine Zeit mit der Bibel gewinnbringend zu gestalten.

FINDE EINEN ZUGANG ZUR BIBEL (Bild)

DIE BIBEL – MEHR ALS EIN BUCH.

Auch wenn die 66 Bücher in der Bibel von 40 Schreibern über einen Zeitraum von 1500 Jahren, besitzt sie doch nur einen Autor: Gott. Mach dir bewusst, dass ER dir wirklich in seinem Wort begegnen kann und das auch möchte! Gott möchte dein ganzes Leben durch die Bibel ansprechen – deinen Verstand, deine Gefühle aber auch in ganz praktischen Fragen eine Orientierung sein.

Bitte den Heiligen Geist darum, dir Weisheit zu schenken und dir persönlich zu zeigen, was der Text mit deinem Leben zu tun hat.

WIE KANN ICH ABLENKUNG VERMEIDEN?

Schaffe dir ein Ambiente, in dem du zur Ruhe kommen kannst: Stell dein Smartphone in den Flugmodus, schließe deine Zimmertür usw. Vielleicht hilft dir Worshipmusik, um dich zu konzentrieren, oder ein Zettel, auf dem du alle Gedanken und ToDos, die dich beschäftigen, aufschreibst und sie bewusst beiseite lässt.

WELCHE ÜBERSETZUNG SOLL ICH LESEN?

Es gibt die Bibel in allen möglichen Übersetzungen oder auch Übertragungen. Manchmal geht es um eine möglichst wortgetreue Übersetzung und manchmal um eine gute Verständlichkeit. Manchmal modern und alltagssprachlich und manchmal urtextgetreu.

Hier findest du eine Übersicht über die deutschen Übersetzungen und ihre Schwerpunkte. Schau sie dir an und finde raus, welche dir am besten liegt oder arbeite mit mehreren gleichzeitig. Um verschiedene Übersetzungen (in verschiedenen Sprachen) unkompliziert miteinander vergleichen zu können: www.bibleserver.com.

Lutherbibel: Erste und bekannteste deutsche Übersetzung
Elberfelder: Möglichst wortgetreue Übersetzung
Neue Genfer Übersetzung: Gute Verständlichkeit und urtextgetreu
Hoffnung für alle: Modern und alltagssprachlich
… und viele weitere!

Falls du andere Sprachen beherrschst: Lies vor allem bereits bekannte Bibelstellen mal in einer anderen Sprache, um neue Aspekte daran zu entdecken!

LANGE TEXTE SIND NICHT SO MEINS – GEHT`S AUCH KÜRZER? (Bild)

FINDE DIE RICHTIGE DOSIS

Gott kann dir bereits in wenigen Sätzen begegnen! Die folgenden Möglichkeiten versorgen dich täglich mit kurzen Bibelstellen, bei manchen gibt es noch ein paar weiterführende Gedanken dazu:

→ Die Losungen (von der Herrnhuter Brüdergemeinde, als App oder Buch)
→ YouVersion Bible App: Tagesvers
→ Solid Joys / Daily Devotional App von John Piper: Täglicher Bibelvers mit einer kleinen Andacht.
→ Our Daily Bread App: Einzelne Bibelstellen und kurze Reflexionsgedanken als täglicher Input.
→ Verschiedene, auch themenspezifische Andachtsbücher (sprich gern unser Büchertisch-Team an)

Erinnere dich deinen Tag über an einen (bestimmten) Vers, evtl. immer zur gleichen Zeit (z. B. nach der Mittagspause). Bei der YouVersion-App kannst du dir den Tagesvers als „Alarm“ in deinem Handy einstellen.

METHODEN, UM AUS WENIG TEXT VIEL RAUSZUHOLEN

Die „3 Gs“:

Gottes Wort: Lies eine (kurze) Bibelstelle
Gebet: Sprich mit Jesus über die Stelle, indem du deine Gedanken dazu in Gebet verwandelst
GetFree: Gib Jesus die Dinge, die du gerne bei ihm lassen und nicht in den nächsten Tag mitnehmen möchtest.

S.O.A.P.:

Scripture: Bibelstelle lesen
Observation (Beobachtung): Beginne einen innerlichen Dialog mit Jesus – was sind deine Gedanken zu der Stelle?
Application (Anwendung): Was möchtest du konkret umsetzen?
Prayer (Gebet): Was kannst du konkret für deinen Tag beten?

Wiederholung:

Lies den Vers über den Tag verteilt immer mal wieder und beziehe ihn in deinen Alltag mit ein.

Verinnerlichen:

Nimm dir Zeit, über einen einzelnen Vers nachzudenken, zu meditieren und ihn wirken zu lassen, stelle dir das Beschriebene bildlich vor und lass es vor deinem inneren Auge lebendig werden (z. B. Psalm 36,10 oder Jes 40,11).

Lernen:

Tagesverse sind ideal zum Auswendiglernen

BIBELLESEPLÄNE AUSPROBOEREN (Bild)

Es gibt unzählige verschiedene Lesepläne als Buch oder fürs Smartphone zu verschiedenen alltäglichen und bibelspezifischen Themen (z.B. Umgang mit Geld, Dating, biblische Personen, Zusagen Gottes, …). Viele Lesepläne haben einen bestimmten zeitlichen Rhythmus (z. B. in einem halben oder ganzen Jahr durch die Bibel, Adventskalender-Leseplan, uvm.) und unterscheiden sich auch in ihren Zielgruppen (z. B. für Kinder oder Erwachsene, Singles oder Paare, usw.)

Die YouVersion Bible-App bietet eine Vielzahl an unterschiedlichsten Bibelleseplänen, eine Einheit liest sich oft in wenigen Minuten. Dort gibt es auch ICF – Lesepläne, mit welchen du die Predigten vertiefen kannst! www.youversion.com

Der Bibellesebund hat für verschiedene Zielgruppen einen Bibelleseplan entwickelt, welcher dir jeden Tag eine Bibelstelle erklärt und dir dazu Fragen stellt. www.shop.bibellesebund.de

Such einfach mal auf scm-shop.de oder in deiner Bibel-App nach Bibelleseplänen und lass dich überraschen!

Wichtig: Lesepläne sind Gedanken und Interpretationen eines anderen Menschen zu diesem Text und arbeiten noch dazu oft nur mit kurzen Texten bzw. Versen – den Kontext musst du dir also selbst „anlesen“! Sie helfen aber, wenn du noch keinen guten Zugang zu Bibeltexten hast und nicht genau weißt, was man damit anfangen kann.

Wozu Bibellesepläne? (Bild)

Ein Bibelleseplan ist eine große Hilfe für jeden, der sich ernsthaft mit der Bibel auseinandersetzen will. Vielleicht gehören Sie auch zu denen, die es schon einmal versucht haben, die ganze Bibel einmal durchzulesen. Mit viel Elan haben Sie angefangen bei 1.Mose Kapitel 1.

Das ist ja alles noch recht spannend, die Geschichte der ersten Menschen und die Entwicklung der Menschheit zu lesen. Dann kommen noch ein paar altbekannte Geschichten von Leuten wie Abraham, Josef in Ägypten, aber irgendwann verliert man dann die Lust und die Freude am Lesen und wenn es dann soweit gekommen ist, dann gehört schon unglaublich viel Disziplin dazu, immer noch weiterzumachen.

Mit einem Bibelleseplan kann man sich das Leben doch sehr viel einfacher machen. Das Lesen nimmt er einem nicht ab, aber durch einen guten Bibelleseplan schafft man es, am Ball zu bleiben, weil er Möglichkeiten bietet, das Ganze interessanter zu gestalten.

  • Zielsetzung

Die meisten Bibellesepläne haben eine Zielsetzung, z.B. die Bibel in einem Jahr, oder die Bibel in 8 Jahren oder das Neue Testament in einem Jahr. Alleine schon dieses Ziel motiviert, weil man das schaffen möchte, weil man ein Ziel vor Augen hat, das man erreichen kann. Weiterer Vorteil : Wenn ich ein Jahresziel habe, kann ich das auch für den Monat, die Woche, den Tag formulieren und so wird es schon mal viel erträglicher, denn “Heute 4 Kapitel” klingt doch leichter als “Die Bibel in einem Jahr”

  • Abwechslung
    Ein guter Bibelleseplan zeichnet sich auch dadurch aus, daß er Abwechslung bietet : Eben nicht stur von ganz vorne bis ganz hinten, sondern mal hier, mal da lesen. Das Ganze aber nicht chaotisch, sondern nur, um Langeweile zu vermeiden. Bei manchen Bibelleseplänen ist das so aufgeteilt, daß man ein Buch liest und wenn man damit fertig ist ein anderes. Z.B. Matthäus-Evangelium nach 1.Mose.
    Bei anderen Plänen liest man mehrere Stellen jeden Tag (dafür nicht so lange Texte) sondern z.B. 3 Kapitel AT und 1 NT. So gibt es auch einen Bibelleseplan, bei dem man 4 verschiedene Bücher der Bibel jeden Tag liest – in jedem 1 Kapitel.
  • Sicherheit
    Wer einen Bibelleseplan benutzt, der kann sich sicher sein, sein Ziel zu erreichen. Auch wenn mal was dazwischen kommt, verliere ich nicht so leicht den Faden, sondern kann einfach weitermachen. Man kann ihn auch so verwenden, daß man die gelesenen Stellen/Tage auf dem Plan ankreuzt oder durchstreicht, dann weiß man hundertprozentig, was man gelesen hat und was noch nicht.
  • Welches Ziel soll ich mir setzen ? 1 x pro Jahr die Bibel oder 1 x in acht Jahren ?
    Nun, das kommt darauf an, was sie erreichen wollen ! Wenn sie den Bibelleseplan nehmen, wo man in 8 Jahren einmal durch die ganze Bibel kommst, dann gehen Sie mal besser davon aus, daß Sie nach 7 Jahren nicht mehr so recht wissen, was in den Texten des ersten Jahres drin stand. Das bringt nun nicht ungeheuer viel. Sicher, ja man beschäftigt sich ja trotzdem jeden Tag mit der Bibel, das ist schon richtig. Trotzdem fehlen die Zusammenhänge, die entstehen, wenn man die Bibel schnell liest. Dann erfährt man sehr viel leichter, was Abraham mit David und der wiederum mit Jesus zu tun hat.
    Ralph Shallis hat einmal eine schöne Rechnung aufgestellt : Wer mit 25 anfängt und jedes Jahr einmal die Bibel liest (und auch danach lebt!), der hat nach 10 Jahren schon ein ganz ordentliches Bibelwissen, nach 20 Jahren ist er eine Säule der Gemeinde und nach 30 Jahren kommen Jung und Alt zu ihm, um Rat zu suchen. (Jesaja 55,11 : also wird mein Wort sein, das aus meinem Munde hervorgeht; es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.)
  • Ich habe keine Zeit !
    ..ungültiges Argument ! Nicht böse sein, aber das ist Quatsch mit Soße. Jeder hat 24 Stunden ! Jeder ! Jeden Tag ! 24 Stunden Zeit zum Bibellesen 🙂
    O.K., jetzt mal ganz im Ernst : 24 Stunden minus 8 Stunden Schlaf minus 10 Stunden Arbeit minus 2 Stunden Fahrtzeit bleiben noch 4 Stunden. Davon noch eine Stunde für Essen, eine Stunde für Putzen, Kochen, Waschen, Duschen. Bleiben noch 2 Stunden. Abzüglich einer für deine Familie. Abzüglich einer halben Stunde für Unvorhergesehenes. Bleibt noch eine halbe Stunde ! Prima, das reicht. Und wenn du nicht 10 Stunden arbeitest und nicht 2 Stunden Fahrzeit hast und nur 7 Stunden Schlaf brauchst, dann hast du noch jede Menge Zeit für andere Dinge.
    Hast du einen Fernseher ? Solange du nur eine halbe Stunde täglich reinschaust, kannst du nicht behaupten, du hättest keine Zeit – du willst nur nicht Bibellesen ! Auch eine Entscheidung. Nicht schön, aber bitte ehrlich sein vor sich selbst !
    P.S.: Wer doch 2 Stunden täglich unterwegs ist, der kann ja im Zug oder Bus lesen !
  • Bei der Geschwindigkeit fehlt der Tiefgang ! Auf diese Antwort kann ich nur eines sagen : Ein klares entschiedenes JEIN ! 🙂
    Wenn man die Bibel in einem Jahr durchhaben will und den Bibeltext für den jeweiligen Tag in 15 Minuten liest, dann kann man sicherlich nicht groß nachdenken über den Text und im Bibellexikon und im Kommentar nachschlagen und so weiter…Klar – aber es sagt ja auch niemand, daß man in 15 Minuten fertig sein muss !
    Wenn eine Stelle interessant ist, einfach dabei bleiben und genauer lesen. Und auch mal weiter am Text arbeiten. Die fortlaufende Bibellese mit dem Ziel, schnell durch die Bibel zu kommen, kann die “Stille Zeit”, die Andacht nicht ersetzen. Das ist auch nicht das Ziel. das Ziel heißt, Gottes Wort besser kennenlernen. Da bleibt automatisch was hängen. Nicht alles beim ersten Mal. Aber im zweiten Jahr wird es dann schon klarer und im dritten Jahre erkennt man vieles freudig wieder. Aber wie gesagt : Ich empfehle zusätzlich zum schnellen Lesen die normale Stille Zeit beizubehalten bzw. einen kleineren Ausschnitt des täglichen Textes genauer zu lesen und darüber nachzudenken.
  • Welcher Bibelleseplan ist nun der beste ?
    Kann man so nicht sagen. Das hängt auch von den persönlichen Vorlieben ab. Ich z.B. finde es nicht so gut, wenn man 4 Kapitel aus 4 verschiedenen Büchern jeden Tag zu lesen hat. Da kann man nicht mehr darüber nachdenken, was drinsteht, weil es schlicht und einfach zu viele verschiedene Themen für einen Tag sind. Ich finde es aber auch nicht gut, wenn man stur ein Buch liest und wenn das recht lange ist, erst nach 3 Wochen zum nächsten kommt. Ich bevorzuge einen Plan, der mir genug Abwechslung gibt, aber auch nicht überfordert : Täglich EIN Text auf jeweils EINEM Buch der Bibel, aber jeden Tag ein anderes Buch.
  • Gibt es denn keinen Plan, der JETZT anfängt ?
    Ihren. Fangen Sie jetzt sofort an. Sie nehmen einen der Bibellesepläne und fangen einfach dort an, wo wir jetzt gerade sind (also im Bibellesplan von Michael Coley die Kalenderwoche) und da fangen sie an. Mittendrin ? Egal ! Hauptsache, sie fangen JETZT an und verschieben es nicht auf den St.Nimmerleinstag.

Lebensbilder

Die Bibel setzt sich aus unzähligen Geschichten von Männern und Frauen und ihrer jeweiligen Beziehung zu dem Gott zusammen, der sie aus Liebe erschaffen hat. Es kann unglaublich inspirierend sein, sich mit diesen Biografien zu befassen.

Jakobus 5,10

Nehmt, liebe Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die [a] Propheten, die geredet haben in dem Namen des Herrn.

Hebr.13,7

7 Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach.

Wir können sowohl von den guten Eigenschaften der Glaubensvorbilder lernen, als auch von den negativen Vorbildern mit ihren schrecklichen Fehlern und Versagen. Anhand der entsprechenden Bibeltexte rekonstruieren wir dne Lebenslauf und den Charakter einer Person. Wir machen uns mit dem „Innenleben“ dieser Person vertraut und wollen herausfinden, woran es gelegen hat, dass ihr Leben gelungen ist oder an Gott vorbei ging. Wir bitten Gott, uns zu helfen, uns in sie hineinzuversetzen, damit wir selbst tief verändert werden.

Die Anwendung ergibt sich aus dem Vergleich mit unserem eigenen Leben. Wir bitten Gott, dass er uns durch das Vorbild hilft, uns zum Positiven hin zu verändern. So wachsen wir zu reifen Christen heran.

Wenn du ein Lebensbild selber erarbeitet hast, ist das eine gute Gelegenheit das anderen im Hauskreis oder einer Jugend/Teenclubstunde oder auch in einer Predigt mal weiter zu geben!

Was du brauchst

Eine Studienbibel ist hilfreich

Eine Konkordanz

Ein Bibellexikon

Ein paar praktische Tipps

  1. Suche dir als erstes eine „kleinere“ Person aus

– nicht zu viele Bibelstellen. Beispiel: Andreas, Barnabas, Maria von Bethanien

  1. Das Geheimnis eines guten Lebensbildes liegt darin, mit den biblischen Personen innerlich mitzugehen.

– laufe in ihren „Sandalen“. Versuche die Welt mit ihren Augen zu sehen – wie denken sie, was fühlen sie, wie reagieren sie auf ihre Lebensumstände? Höre mit ihren Ohren, setz dich mit ihren Gegnern auseinander. Werde die Person, während du dich mit ihr beschäftigst!

  1. Achte daruaf, Personen, die den gleichen Namen haben, nicht miteinander zu verwechseln

Beispiel: Es gibt 7 unterschiedl. Marias oder 20 unterschiedliche Nathan´s

  1. Manchmal hat eine Person auch unterschiedl. Namen

Paulus/Saulus – Daniels 3 Freunde

  1. Schritt: Eine biblische Person auswählen
  2. Schritt: Relevante Bibelstellen heraussuchen
  3. Schritt: Erste Eindrücke aufschreiben (beim ersten Lesen)
  4. Schritt: Einen Lebenslauf erstellen (beim zweiten Lesen)
  5. Schritt: Beobachtungen sammeln (beim dritten Lesen)
  6. Schritt: Charaktereigenschaften erkennen (beim vierten Lesen)
  7. Schritt: Inwiefern zeigen sich im Leben dieser Person biblische Wahrheiten?
  8. Schritt: Die wichtigsten Erkenntnisse auswerten
  9. Schritt: Eine persönliche Anwendung aufschreiben
  10. Schritt: Erkenntnisse verallgemeinern

Interessante biblische Personen

Die 3 folgenden Listen enthalten jeweils in alphabetischer Reihenfolge die Personen der Bibel, die sich für ein Lebensbild eignen.

Bedeutende Männer der Bibel

Abraham                 Daniel                     David                      Elia

Elisa                        Esra                        Hesekiel                  Isaak

Jakob                      Jeremia                  Jesus                      Johannes (derApostel)

Josef (AT)               Josua                     Nehemia                 Paulus

Petrus                     Pharao                   Salomo                   Samuel

Saul (AT)                Simson

Andere bedeutende Männer

Aaron                      Abel                        Abimelech               Abner

Absalom                  Achan                     Adam                      Ahab

Ahitofel                    Amos                      Ananias                   Andreas

Apollos                    Apostel (jeder)          Aquila                      Asa

Bileam                     Barnabas                Barsillai                   Eli

Esau                       Gehasi                    Gideon                    Habakuk

Haggai                    Haman                   Herodes                  Hiob

Hiskia                      Hosea                     Jabez                      Jakobus

Jerobeam               Joab                       Johannes der Täufer   Jona

Jonathan                 Joschafat                Judas Iskariot         Kaiphas

Kaleb                      Könige (jeder)          Laban                      Lot

Lukas                      Markus                   Matthäus                 Melchisedek

Mefi-Boschet           Mordechai              Naaman                  Nathan

Noah                       Philemon                Philippus                 Pontius Pilatus

Propheten (jeder)    Rehabeam             Richter (jeder)                   Sacharja

Schamgar               Serubbagel             Silas                               Stephanus

Timotheus               Titus                       Tychikus                 Usija

Zedekia                   Zephanja

Beteutende Frauen der Bibel

Abigajil                    Abischag                Bathseba                Debora

Delila                       Dina                        Elisabeth                 Esther

Eunike                     Eva                         Hagar                      Hanna

Isebel                      Jochebed               Königin von Saba    Lea

Lydia                       Martha                    Maria (Mutter Jesu)          Maria Magdalena

Maria von Bethanien  Michal                 Mirjam                     Naamas Sklavin

Noomi                     Priscilla                   Rahab                               Rahel

Rebekka                 Ruth                       Saphira                   Sara

Tabea/Tabita                     Wasti                      Zippora

Lebensbilder

Die Bibel setzt sich aus unzähligen Geschichten von Männern und Frauen und ihrer jeweiligen Beziehung zu dem Gott zusammen, der sie aus Liebe erschaffen hat. Es kann unglaublich inspirierend sein, sich mit diesen Biografien zu befassen.

Jakobus 5,10

Nehmt, liebe Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die [a] Propheten, die geredet haben in dem Namen des Herrn.

Hebr.13,7

7 Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach.

Wir können sowohl von den guten Eigenschaften der Glaubensvorbilder lernen, als auch von den negativen Vorbildern mit ihren schrecklichen Fehlern und Versagen. Anhand der entsprechenden Bibeltexte rekonstruieren wir dne Lebenslauf und den Charakter einer Person. Wir machen uns mit dem „Innenleben“ dieser Person vertraut und wollen herausfinden, woran es gelegen hat, dass ihr Leben gelungen ist oder an Gott vorbei ging. Wir bitten Gott, uns zu helfen, uns in sie hineinzuversetzen, damit wir selbst tief verändert werden.

Die Anwendung ergibt sich aus dem Vergleich mit unserem eigenen Leben. Wir bitten Gott, dass er uns durch das Vorbild hilft, uns zum Positiven hin zu verändern. So wachsen wir zu reifen Christen heran.

Wenn du ein Lebensbild selber erarbeitet hast, ist das eine gute Gelegenheit das anderen im Hauskreis oder einer Jugend/Teenclubstunde oder auch in einer Predigt mal weiter zu geben!

Was du brauchst

Eine Studienbibel ist hilfreich

Eine Konkordanz

Ein Bibellexikon

Ein paar praktische Tipps

  1. Suche dir als erstes eine „kleinere“ Person aus

– nicht zu viele Bibelstellen. Beispiel: Andreas, Barnabas, Maria von Bethanien

  1. Das Geheimnis eines guten Lebensbildes liegt darin, mit den biblischen Personen innerlich mitzugehen.

– laufe in ihren „Sandalen“. Versuche die Welt mit ihren Augen zu sehen – wie denken sie, was fühlen sie, wie reagieren sie auf ihre Lebensumstände? Höre mit ihren Ohren, setz dich mit ihren Gegnern auseinander. Werde die Person, während du dich mit ihr beschäftigst!

  1. Achte daruaf, Personen, die den gleichen Namen haben, nicht miteinander zu verwechseln

Beispiel: Es gibt 7 unterschiedl. Marias oder 20 unterschiedliche Nathan´s

  1. Manchmal hat eine Person auch unterschiedl. Namen

Paulus/Saulus – Daniels 3 Freunde

  1. Schritt: Eine biblische Person auswählen
  2. Schritt: Relevante Bibelstellen heraussuchen
  3. Schritt: Erste Eindrücke aufschreiben (beim ersten Lesen)
  4. Schritt: Einen Lebenslauf erstellen (beim zweiten Lesen)
  5. Schritt: Beobachtungen sammeln (beim dritten Lesen)
  6. Schritt: Charaktereigenschaften erkennen (beim vierten Lesen)
  7. Schritt: Inwiefern zeigen sich im Leben dieser Person biblische Wahrheiten?
  8. Schritt: Die wichtigsten Erkenntnisse auswerten
  9. Schritt: Eine persönliche Anwendung aufschreiben
  10. Schritt: Erkenntnisse verallgemeinern

Leitfragen für Lebensbilder

Hier eine Liste mit 70 Fragen, die du für die Beschäftigung mit einem Lebensbild heranziehen kannst. Natürlich brauchst du nicht für jedes Lebensbild alle 70 Fragen durchzugehen. Je nachdem, wie viel Zeit du hast und wie tief du in ein Thema einsteigen möchtest, kannst du dir ein paar Fragen aussuchen, auf die du am liebsten eine Antwort finden möchtest. Um die Übersicht zu erleichtern, sind die Fragen in sieben Gruppen eingeteilt. Füge nach Belieben eigene Fragen hinzu. Hier die Fragen:

Ruf

  1. Von welchen biblischen Autoren wissen wir etwas über diese Person?
  2. Was sagten die Leute über ihn? Wie redeten seine Freunde über ihn?
  3. Was sagten seine Feinde über ihn?
  4. Wie redete seine Familie (Ehefrau, Kinder, Geschwister, Eltern) über ihn?
  5. Was hat Gott über ihn gesagt?
  6. Was meinen Sie, warum hat Gott diese Person in die Bibel Eingang finden lassen?

Charakter

  1. Was waren seine Ziele und Motive?
  2. Wie verhielt er sich zu Hause/wie war er privat?
  3. Wie reagierte er auf Versagen? Ließ er sich leicht entmutigen?
  4. Wie ging er mit Feindseligkeit um? Konnte er mit Kritik umgehen?
  5. Wie ging er mit Erfolg um? Wurde er stolz, wenn er gelobt wurde?
  6. Wie ging er mit den banalen irdischen Dingen des Lebens um? War er im Kleinen treu?
  7. Wie schnell lobte er Gott für gute oder schlechte Dinge, die ihm passierten?
  8. Wie schnell gehorchte er Gott, wenn dieser ihm etwas gesagt hatte?
  9. Wie schnell unterstellte er sich göttlich eingesetzter Autorität?
  10. Wie war er, wenn er allein mit Gott war?

Hintergrund

  1. Was können Sie über seine Familie und ihre Vorfahren herausfinden?
  2. Was bedeutet sein Name? Gibt es einen Grund, warum ihm dieser Name gegeben wurde? Wurde er irgendwann geändert?
  3. Wie sah sein Zuhause aus? Wie und wo wuchs er auf?
  4. Was kennzeichnete seine Eltern? Wie prägten sie ihn?
  5. War an seiner Geburt irgendetwas Besonderes?
  6. Wo lebte er? Wie sah sein Alltag aus?
  7. Kam er mit anderen Kulturen in Kontakt? Beeinflussten sie ihn irgendwie?
  8. Unter welchen politischen und geistlichen Bedingungen lebte er in seinem Land?
  9. Welche Schulung oder Ausbildung wurde ihm zuteil?
  10. Welchen Beruf übte er aus?
  11. Wie lange lebte er? Wo und wie starb er?

Wichtige Ereignisse

  1. Gab es in seinem Leben eine zentrale Krise? Wie ist er damit umgegangen?
  2. Für welche herausragenden Fähigkeiten war er bekannt?
  3. Hat er eine göttliche Berufung erlebt? Wie reagierte er darauf?
  4. Welche großen Lebensentscheidungen musste er treffen? Wie haben sie ihn oder andere beeinflusst?
  5. Gab es irgendein Dauerbrenner-Problem in seinem Leben?
  6. Was gelang ihm? Wo versagte er? Warum?
  7. Wie sehr wurde er durch Umfeld um Umstände beeinflusst?
  8. Welche Rolle hat er in Gottes Plan mit den Menschen gespielt?
  9. Hat er an die Souveränität Gottes geglaubt (daran, dass Gott die Kontrolle über alle Ereignisse hat)?

Beziehungen

  1. Wie kam er mit anderen Menschen zurecht? War er ein Einzelgänger? Oder eher teamfähig?
  2. Wie hat er andere Menschen behandelt? Hat er sie ausgenutzt oder ihnen gedient?
  3. Wie war seine Frau? Wie hat sie ihn beeinflusst?
  4. Wie waren seine Kinder? Wie haben sie ihn beeinflusst?
  5. Wer waren seine engen Vertrauten? Wie waren sie und wie haben sie ihn beeinflusst?
  6. Wer waren seine Feinde? Wie waren sie und wie haben sie ihn beeinflusst?
  7. Welchen Einfluss hatte er auf andere? Hat er sein Volk oder andere Völker beeinflusst?
  8. Kümmerte er sich um seine Familie? Was ist aus seinen Kindern geworden?
  9. Bestärkte seine Familie ihn darin, Gott zu dienen, oder war sie eher hinderlich?
  10. Hat er jemanden als seinen Nachfolger aufgebaut (wie Paulus Timotheus angeleitet hat)?

Persönlichkeit

  1. Welcher Persönlichkeitstyp war er? Wie wurde er, was er war?
  2. Welches Temperament hatte er? War er ein Choleriker, Melancholiker, Sanguiniker oder Phlegmatiker?
  3. Welche Stärken traten an seinem Charakter besonders hervor? Welche Wesenszüge machten ihn aus?
  4. Zeigte sich im Laufe der Zeit eine Veränderung seines Charakters? Wie entwickelte sich seine Persönlichkeit im Laufe seines Lebens? Hat er sich weiterentwickelt?
  5. Welche speziellen Schwächen und Fehler hatte er?
  6. Welche speziellen Sünden waren typisch für ihn? Welche Schritte und Ereignisse ließen es dazu kommen?
  7. In welchem Lebensbereich hatte er die meisten Kämpfe auszufechten: Genusssucht, Begierden oder Stolz?
  8. Welche Folgen zogen seine Schwächen und Sünden nach sich?
  9. Konnte er seine Sünden und Schwächen irgendwann überwinden?
  10. Welche Eigenschaften ließen Dinge in seinem Leben gelingen oder scheitern?
  11. Ist an ihm irgendetwas von Jesus Christus erkennbar?

Geistliches Leben

  1. Berichtet die Bibel von persönlichen Begegnungen mit Gott?
  2. Welchen Sinn, welches Ziel hatte sein Leben? Hat er versucht, Gott Ehre zu machen?
  3. Welche Botschaft hat er gepredigt und gelebt? Sprach sein Leben für oder gegen Christus/Gott?
  4. Lebte er ein Leben, das sich von dem der Menschen unterschied, die Gott nicht kennen?
  5. Was glaubte er? Welche großen Lektionen brachte Gott ihm bei?
  6. Was meinen Sie: Warum hat Gott mit ihm so gehandelt, wie er es getan hat?
  7. Welche Einstellung hatte er zum Wort Gottes? Kannte er die Schriften, die zu seiner Zeit existierten?
  8. Wie sah sein Gebetsleben aus? Lebte er in enger Freundschaft mit Gott?
  9. Bekannte er sich mutig zu seinem Glauben? Stand er in Zeiten der Verfolgung tapfer für Gott und seinen Glauben ein?
  10. Wie groß war sein Glaube an Gott? Woran kann mit ihn erkennen? Gab Gott ihm irgendwelche speziellen Verheißungen?
  11. War er ein treuer Verwalter dessen, was Gott ihm anvertraut hatte – Zeit, Besitz, Begabungen?
  12. War er vom Heiligen Geist erfüllt? Welche besonderen Geistesgaben hatte er? Hat er sie angewendet?
  13. Brannte er darauf, Gottes Willen zu tun, freiwillig und ohne Widerrede?

Anleitung zum Gebrauch der Charakterstudien

  1. Definition. Schlage das Wort in einem Lexikon nach, und schreibe alle verwendbaren

Definitionen auf dein Arbeitsblatt. Schreibe dir Synonyme (Wörter mit gleicher Bedeutung) auf.

  1. Beispiel aus dem Alltag. Bringe die Charaktereigenschaft mit einer Situation in der Schule, beim Sport, unter Freunden, deiner Familie, usw. in Verbindung.
  1. Positivbeispiel aus der Bibel. Lese alle angeführten Abschnitte und fasse dann einen

davon zusammen. Versuche nicht, die ganze Geschichte wiederzugeben; erzähle einfach, wie die Charaktereigenschaft aufgezeigt wird.

  1. Negativbeispiel aus der Bibel. Gehe in derselben Weise, wie beim Positivbeispiel vor. Erkläre diesmal jedoch, inwiefern es an der Charaktereigenschaft fehlt.
  1. Mein eigenes Leben. Die Abschnitte A,B,C und D helfen dir dabei, die Charaktereigenschaft zu verstehen, und veranschaulichen sie anhand der Bibel. Nun sollst du diese Information auf dein eigenes Leben anwenden. Bevor du versuchst, die Fragen zu beantworten, HALTE INNE und spreche mit Gott darüber, wie diese Eigenschaft in deinem Leben aufgebaut werden könnte. Beantworte die Fragen so detailliert wie nötig.

Entwerfe ein Konzept, das dir hilft,  die Charaktereigenschaft in deinem Leben zu entwickeln. Das erfordert Denkarbeit. Das Konzept muss ein Ziel und einige konkrete Schritte, um dieses Ziel zu erreichen, beinhalten. Wenn du dir beispielsweise seit letztem Mai vorgenommen hast, dein Zimmer zu renovieren, dann lege dich fest, es bis nächsten Monat durchzuführen – du wirst BEHARRLICHKEIT lernen.

Wenn du die Charaktereigenschaft Dankbarkeit studierst, könntest du dir vornehmen, jemanden deiner Familie täglich deinen Dank auszudrücken.

Ein Studium über Charaktereigenschaften ist nur wenig wert, wenn die Eigenschaften nicht tatsächlich in dein Leben aufgebaut werden. Das Studium alleine wird nicht ausreichen.

Du musst Gottes Macht in deinem Leben erfahren, um Charakter zu entwickeln.

Aus diesem Grund sind die praktischen Beispiele so wichtig.

  1. Auswendig lernen. Es sind verschiedene Verse angeführt. Schlage alle Verse nach und wähle den, der sich am Besten auf deine Situation anwenden lässt. Übertrage ihn sorgfältig, Wort für Wort auf dein Arbeitsblatt. Präge ihn dir Wort für Wort ein und lerne auch die Anmerkungen.
  1. Definition von _________________________.

________________________________________________________________________________________________________________________________________________

  1. Ein Beispiel aus dem Alltag:

________________________________________________________________________

________________________________________________________________________

  1. Ein positives Beispiel aus der Bibel:

________________________________________________________________________

________________________________________________________________________

  1. Ein Negativbeispiel aus der Bibel:

________________________________________________________________________

________________________________________________________________________

  1. Gedanken über ________________ in meinem eigenen Leben:
  1. Wann war _____________________?

_______________________________________________________________________

  1. In welcher Situation habe ich versagt? (In Bezug auf die angesprochene Charaktereigenschaft)

________________________________________________________________________

  1. Welches Problem könnte Gott benutzen, um die

Aufgabe Charakterstudie

Zum Einstieg in die  Charaktereigenschaften eignen sich besonders die sogenannten

„Tugend – und Lasterkataloge“, die sich im Neuen Testament finden.

Einige Tugendkataloge:

  • Matthäus 5,3-12 (die Seligpreisungen)
  • Galater 5,22-23 (Frucht des Geistes),
  • Philipper 4,4-9 (erstrebenswerte Eigenschaften)
  • Petrus 1,5-8 (Eigenschaften, die Petrus uns nahelegt).

Vergiss nicht, dich auch mit den negativen Eigenschaften zu beschäftigen, um dich von diesen Wesenszügen zu befreien. Hier einige Lasterkataloge:

  • Galater 5,19-21 (die Werke des Fleisches),
  • Timotheus3,1-5 („Habt nichts zu schaffen damit!“).

Hier noch eine Liste mit Charaktereigenschaften, die in der Bibel behandelt werden:

Positive Eigenschaften                                            Negative Eigenschaften

  1. Dienstbereitschaft 1. Faulheit
  2. Ehrlichkeit 2. Kritiksucht
  3. Demut 3. Stolz
  4. Verbindlichkeit 4. Selbstbezogenheit
  5. Ausdauer 5. Untreue
  6. Treue 6. Respektlosigkeit
  7. Erreichbarkeit 7. Rebellion
  8. Lernbereitschaft 8. Lästern
  9. Vergebungsbereitschaft 9. Lieblosigkeit

10.Großzügigkeit                                                       10.Unehrlichkeit

11.Loyalität                                                               11.Ungeduld

12.Gerechtigkeit                                                        12.Sorgen

13.Teamfähigkeit                                                      13.Ängstlichkeit

14.Disziplin                                                               14.Gier (sexuell und materiell

15.Aufrichtigkeit                                                       15.Bitterkeit

16.Zufriedenheit                                                        16.Gleichgültigkeit

In der Bibel gibt es noch viele weitere Charakterzüge, aber mit den oben aufgelisteten kannst

du einen Anfang machen.

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